Die Silbe Schmerz (2004)

nach Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger und Paul Celan
für Alt und Akkordeon
von Andreas B. Pflüger

Aufführungen

Im Programm "Mutterland Wort"
Ein Programm um jüdische Poesie der deutschsprachigen Bukowina von
Christina Ascher, Alt und
Margit Kern, Akkordeon
http://www.christina-ascher.com/

  • 05. November 2007, Frankfurt am Main
  • 13. November 2005, Edewecht

Anmerkungen des Komponisten

Was Selma Meerbaum-Eisinger und ihr Cousin Paul Celan (Anagramm von Ancel - kommt aus dem spanischen "Angel", ein häufiger sephardischer Name) verbindet, ist das verzweifelte Flüchten vor der historischen Realität in eine Sprachmystik, durch die sie sich eine neue geistige Heimat schaffen konnten. Selma Meerbaum-Eisinger suchte sich diese durch die Gefühle "Ich bin in Sehnsucht eingehüllt", Paul Celan hingegen durch das Schaffen einer Sprachwelt: "Erreichbar, nah und unverloren inmitten der Verluste blieb dies eine: die Sprache." Die Vertonung der Gedichte ist aus diesem Grund poetisch und in Pastelltönen gehalten. Den Gedichten wird eine neue Dimension hinzugefügt, diese den Hörer tiefer in die Poesie eindringen.