Ensemble <belcanto>: Foto: privat
Ensemble <belcanto> im Studio: Foto: privat
Das <belcanto> - Ensemble erkundet und vermittelt Vielfalt, Farbigkeit und Elan des zeitgenössischen vokalen Ausdrucks bis und gerade in die Extreme hinein. Die Erwartungshaltungen höchst unterschiedlicher Lager zu verunsichern gehört zum Konzept der Grenzüberschreitungen.
<belcanto> - Ensemble - Dietburg Spohr ...
... ist eine Gruppe international tätiger, professioneller und hochspezialisierter Sängerinnen. Von Dietburg Spohr 1986 unter dem Aspekt gegründet, ein Spezialensemble - nur für Sängerinnen - und primär für die zeitgenössische Musik zu schaffen. Kein anderes Vokalensemble ist derzeit so eng mit neuen kompositorischen Entwicklungen verknüpft. Dabei sollte das Wort <belcanto> nicht als schroff dem Wortsinn zuwiderlaufende Provokation verstanden sein, erst recht nicht als blankes Bekenntnis zu nostalgischem Wohllaut oder tonalitätstrunkener "neuer Einfachheit". Vielmehr geht es darum: Vielfalt, Farbigkeit und Elan des zeitgenössischen vokalen Ausdrucks bis und gerade in die Extreme hinein: zu vermitteln, zu umreißen, aber auch erkunden. Die Erwartungshaltungen höchst unterschiedlicher Lager zu verunsichern gehört zum Konzept solch animierender Grenzüberschreitungen.
Zahlreiche Komponistinnen und Komponisten waren von der Idee begeistert und komponieren seitdem Werken für diese neuartige Gruppe. Vielfältige, hochkomplexe und unterschiedlichste Kompositionen wurden geschrieben und aufgeführt, deren Spektrum von kammermusikalisch geprägten Werken bis hin zu abendfüllenden Musiktheaterstücken reicht: Reine a cappella-Kompositionen, Beispiele politisch engagierter Kunst, burleske Horror-Vokal-Szenarien, virtuose Sprechstücke und Vorlagen für Performance-Aktionen als Verschränkung von hochartifizieller vokaler und auch perkussiver-theatralischer Aktion.
Die vokalen Möglichkeiten und die immense Technik der Sängerinnen waren eine Herausforderung und führten zu weitgefächerten, neuen kompositorischen Techniken. So gehören perfekte traditionelle Gesangstechnik, ja Vokalpolyphonie und Madrigalbeweglichkeit des Vorbarock, aber auch das Beherrschen eines großen Percussions-Instrumentariums zu den Grundlagen der Arbeit. Darüber hinaus setzt sich <belcanto> aber auch für die Wiederbelebung von Alter Musik, wie die der Hildegard von Bingen ein. Die kompositorischen Grundideen vieler Richtungen der Zeitgenössischen Musik finden ihre Wurzeln in dieser 1000 Jahre alten Musik.
Das Ensemble versteht seine Arbeit als offen und experimentell. Utopie von Kultur: Offenheit und Experiment. Die Zusammensetzung des Ensembles ist variabel, analog zur multimedialen Offenheit der ästhetischen Konzepte, und an permanenter Innovation ausgerichtet.
Kunst Kontra Kälte: Unter dieser Idee entwerfen die <belcanto> - Solistinnen auf dem "Zauberberg" - in der Nähe zu Frankfurt am Main - übergreifende Musik-, Kunst-, Theater-, Video- und Literaturprojekte.
Viele CDs liegen vor, sind von der Kritik enthusiastisch begrüßt worden. Die letzte "come un´ombra di luna" wurde bei ECM herausgebracht. Sie erhielt weltweit positivste Rezensionen.
Das Ensemble hat weltweit bei den wichtigsten Avantgarde-Festivals konzertiert und viele Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen produziert.
Dietburg Spohr, Mezzosopran: Foto: privatGeboren in Heilbronn am Neckar. Zählt zu den engagiertesten Interpretinnen Neuer Musik: als Sängerin, Ensembleleiterin, Dirigentin: Kompositorisch - ästhetische Innovationsstifterin und Pädagogin. Studium an der Musikhochschule in Stuttgart: Gesang (Gertrud Sigel), Sprechen, Klavier und Bratsche. Daneben Studien zu Dirigieren, Perkussion und Komposition. Mitglied in Clytus Gottwalds epochaler "schola cantorum Stuttgart": aufgezeichnet auf 20 CDs mit alter und zeitgenössischer Musik. Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Stuttgart. Reiche solistische Konzerttätigkeit, Solo - Performance und Improvisation. Mehrere Schallplatten und CDs. Gesangspädagogin. Spezialkurse für multifunktionale Stimm- und Gesangstechnik, freie Improvisation und Performance. Im Vorstand von "Frau und Musik e.V." in Kassel. Gastdozentin. Jurorin bei internationalen Wettbewerben. Im Vordergrund steht die Arbeit mit den von ihr gegründeten <belcanto> - Solistinnen. Zahlreiche Komponisten und Komponistinnen schreiben eigens für sie und diese ganz neuartige Gruppe, die sich auch im Grenzbereich zwischen Musik, Sprache, Theater und Performance bewegt. Zusammenarbeit und Entwicklung von übergreifenden Projekten mit bildenden Künstlern / innen, Tänzern / innen, Schriftstellern / innen, Galerien und Kunstmuseen. Viele CDs. Auftritte bei den wichtigen Festivals Neuer Musik: Deutschland, Europa und weltweit. Funk- und Fernsehaufnahmen im In- und Ausland.
Andrea Baader, Sopran: Foto: privatGeboren in Frankfurt am Main. Studium Schulmusik in Braunschweig. Gleichzeitig klassische Gesangsausbildung im Fach Gesang in Hannover. Erstes Engagement an der Oper des Staatstheaters in Braunschweig. Anschliessend vielseitige Konzerttätigkeit im kirchenmusikalischen Fach und Oratorienbereich. Als Mitglied des Ensembles: Zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Werke, Konzerte und Tourneen im In- und Ausland, sechs CDs, Funk- und Fernsehproduktionen. Gründungsmitglied von <belcanto>.
Rica Rauch, Alt: Foto: privatGeboren in Heidelberg. Aus weißrussischer Künstlerfamilie. Ausbildung klassischer Tanz in Heidelberg. Studium Musikwissenschaft in Rostov / GUS. Gesang in Frankfurt. Musiktherapie. Stimmbildnerin und Logopädin. Lied und Oper. Malen. Schrift und Wort Autorin. Cross-Over Projekte. Als Mitglied des Ensembles: Viele Uraufführungen zeitgenössischer Werke: Konzerte, Tourneen, CDs, Funk und Fernsehen. Gründungsmitglied <belcanto>.
Geboren in Nürnberg. Studium Gesang und Klavier am Meistersingerkonservatorium Nürnberg. Staatlich geprüfte Musiklehrerin. Weitere Studien an der Hochschule Würzburg. Private Studien und Fortbildungen. Gastvertrag Städtische Bühnen Nürnberg. Konzerte. Oper. Gesangslehrerin. Unterrichtet an der Musik- und Kunstschule "ATARAXIA". Konzerte von alter bis neuer Musik.
Geboren in Stuttgart. Studium Gesang und Klavier an der Musikhochschule in Stuttgart. Konzerttätigkeit Neue Musik, Kirchenmusik, Jazz und Popularmusik. Studienaufenthalte in New York und London. Meisterkurse bei Maria Stader und Maria Venuti. Viele Gast-Engagements im Opernbereich.
Neue Wege gehen, heisst nicht immer nur, alte verlassen oder neue suchen. Besser ist, sie finden. Wer dem <belcanto> - Ensemble auf seinem Weg folgt sieht: Offenheit ist die Utopie von Kultur: Offenheit und Experiment. Doch Arbeitsteiligkeit heisst das Gesetz der modernen Welt, also auch der Kunst. Sorgsam wird unterschieden: Zwischen KomponistInnen - meist toten, und Interpreten - nicht immer nur lebendigen, zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Tradition und Moderne, gar Avantgarde, zwischen Instrumentalem und Vokalem, zwischen "absoluter", textbezogener und theatralischer Musik, zwischen Autonomie und "angewandter" Kunst. Das grosse Mutterschiff der Musik kennt zahlreiche Abschottungen. Sogar "Blockwarte" gibt es, die streng darauf dringen, dass alles seine gewohnte Ordnung behält.
Als sich die Mezzosopranistin Dietburg Spohr, Mitglied in Clytus Gottwalds eminenter Stuttgarter Schola Cantorum, entschloss, ihre Lehrtätigkeit an der Musikhochschule in Stuttgart aufzugeben, um ihr <belcanto>-Ensemble für solistische Sängerinnen zu gründen, tat sie dies aus mehreren Gründen. Gewiss, es gab mehrere Spezialensembles für Neue Musik, doch keines nur aus Sängerinnen und primär für die zeitgenössische Musik. Und gleich mehrere Komponistinnen und Komponisten waren von der Idee begeistert, schrieben sogleich Werke eigens für die <belcanto>- Sängerinnen. Es gibt derzeit kein Vokalensemble, das so eng mit der neueren kompositorischen Entwicklung verknüpft ist wie <belcanto>.
Dietburg Spohr zielt aber nicht nur auf die pure Avantgarde-Gruppe, will sich nicht ins Ghetto steriler Dogmatiker eingliedern lassen, sondern träumt von der Einheit der Musik - was für sie alles andere als postmoderne Beliebigkeit oder Weltmusik - Wischiwaschi bedeutet. Nicht zuletzt fühlt sie sich auch vor allem den Komponistinnen verbunden, die noch bis in die siebziger Jahre eine schweren Stand hatten. Wichtige Komponistinnen wie Silvia Alvarez de la Fuente, Krystina Bobrowski, Nahm-Hee Chung, Gloria Coates, Eiluned Davies, Violeta Dinescu, Susanne Erding, Tsippi Fleischer, Jacqueline Fontyn, Janet Gilbert, Adriana Hölszky, Sue-Yon Hong, Ellen Hünigen, Viera Janarcekova, Hagar Kadima, Piana Van de Klang, Harue Kunieda, Olga Magidenko, Haruna Miyake, Olga Neuwirth, Vivienne Olive, Younghi Pagh-Paan, Alice Samter, Marianne Stoll, Alizia Terzian, Leona Thann, Nancy Van de Vate und nicht zuletzt Caroline Wilkins, haben für Dietburg Spohr Solo- wie Ensemblestücke geschrieben: Kompositorischer und interpretatorischer Impuls wie Erfolg gehen Hand in Hand. Komponistinnen setzen ästhetisch andere Massstäbe.
Doch nicht nur das: So knifflig manche der Stücke im <belcanto>-Repertoire unter dem a cappella- Aspekt sind, so sehr haben sich die <belcanto>-Sängerinnen zu veritablen Percussionistinnen entwickelt. Gesang und Schlagzeug gehören oft zusammen, sogar als regelrechtes "Instrumentales Theater", wie in der "opeRatte" von Adriana Hölszky: "Der Aufstieg der Titanic". In der Verschränkung von hochartifizieller vokaler und perkussiv-theatralischer Aktion sind ihre "... es kamen schwarze Vögel" und "vampirabile" zum suggestiv tönenden Hexensabbat geworden. Doch bei allem Engagement für die angemessene Rolle der Komponistin im Musikbetrieb geht es nicht um feministische Grabenkämpfe.
Dass Neue Musik mit Sprache zu tun hat, ist eine Binsenweisheit. Aber in der Gleichberechtigung von Gesang, Sprache - auch als Schrei, Flüstern, Lachen, Sprechen - instrumentaler und szenischer Aktion bewegt sich die <belcanto>-Ästhetik immer wieder im Grenzbereich von Musik, Sprache, ja Literatur, Theater und selbst bildender Kunst.Die radikalsten Avantgardestücke für Dietburg Spohr und ihr Ensemble stammen von Peter Ablinger, Konrad Boehmer, Vadim Karassikow, Sergej Newski, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel und Amnon Wolman. Ähnliches gilt für die politische Dimension: Spahlingers Neruda-Requiem auf Salvador Allende "el sonido silencioso", Hanns Eislers rares "Woodbury-Liederbüchlein", Luigi Nonos "Donde estás, Hermano?" oder Cornelius Schwehrs "Deutsche Tänze" sind sicher herausragende Beispiele einer Kunst, die Politisches kritisch reflektiert. Und als Partisaninnen mögen sich Dietburg Spohr und ihre Sängerinnen mitunter verstehen, nicht indes als Agitprop-Truppe. Solcher Verzicht auf flotte Vereinnehmbarkeit ist das genaue Gegenteil von Anpassung an den "Zeitgeist": Gerade im Sich - nicht - festlegenlassen - wollen liegen die Möglichkeiten zu befreiendem Elan. Bei den Internationalen Ferienkursen Darmstadt ein multimediales Projekt: Gerhard Stäbler "voix (time)", unter Beteiligung von bekannten Video - Künstlern (Veit - Lup und Heiko Daxl) und acht Komponisten aus der ganzen Welt, wie Hartmut Jahn, Ernst-August Klötzke, Jeffrey Kowalkowski, Michael Maierhof, Kunsu Shim. Selten schöne, lyrische Preziosen begleiten das Ensemble in Werken von Haim Alexander, Thomas Beimel, Nikolaus Brass, John van Buren, Fabrizio Casti, Sidney Corbett, Klaus Dorfegger, Marius Flothuis, Franz Jochen Herfert, Peter Hoch, Gerhard Lampersberg, Thomas Luzian, Rolf Riehm, Leon Schidlowsky, Friedemann Schmidt-Mechau und Christian Schomers.
So kann es sich <belcanto> auch leisten, einen Wettstreit der Sängerinnen bei Christof Herzog, schizophrene Studien von Martin Aike Almstedt, hintergründige Text-Kompositionen des komponierenden Dichters der "Wiener Gruppe", Gerhard Rühm, zu kreieren, Steve Reichs minimalistische Psalmenvertonung "Tehillim" mit Instrumentalensemble, von Dietburg Spohr dirigiert, aufzuführen, weit gefächerte Improvisations-Projekte an den Klangsteinen von Elmar Daucher oder mit den Figuren von Monika Meschke-Barth, Stein-Kompositionen von Klaus Hinrich Stahmer, oder Bearbeitungen von Claude Debussy und Richard Wagner von Clytus Gottwald. Und ein richtiger "Hit" ist "La Naissance de la Beauté" für sieben hohe Stimmen und Klavier des frappierenden russischen Futuristen Arthur Vincent Lourié, eine hymnisch mitreissende Vorstudie zu den Repetitionsrastern der amerikanischen Minimalisten. Zur <belcanto>-Neugier gehört das Fehlen von Berührungsängsten gegenüber älterer Musik, etwa herrlichen Stücken für Frauenensembles von Mendelssohn, Monteverdi, Mozart, Schubert oder Verdi. Und wahrlich nicht die geringste <belcanto>-Attraktion ist die avantgardistische Ausarbeitung eines der ältesten Zyklen der Musikgeschichte, zudem einer Frau, des "Ordo Virtutum" der Hildegard von Bingen - nicht im Sinne modischen Gregorianik-Kults, sondern als lustvoll experimentierender Brückenschlag zwischen Mittelalter und heutiger Moderne. Schon in der "Findungsphase" der Gruppe wurden Werke von Reinhard Febel, Klaus Fessmann, Werner Grimmel, Rolf Hempel, Wilfried Jentzsch, Erhard Karkoschka, Soo - Won Kim, Gerald Lindahl, Jens - Peter Ostendorf und Markus Müller - Häuser uraufgeführt. Oder: progressive Kirchenkompositionen von Peter Bares, Theo Brandmüller, Gerhard Braun, Klaus Hochmann, Gerhard Kaufmann. Hans Dieter Kiemle, Richard Rudolf Klein, Burkhard Mohr und Gerhard Steiff. Oder: eine Ausarbeitung von Karlheinz Stockhausen "Stimmung". Ein "highlight" ist auch die Version von Schuberts "Winterreise", deren Wilhelm Müller - Texte Gerhard Rühm "dahinterweise" umdichtete: Das Original wird von den <belcanto> - Sängerinnen vorgetragen, während Dietburg Spohr die Rühm - Verse spricht.
Dietburg Spohrs <belcanto>-Ensemble hat bei den wichtigsten Avantgarde - Festivals in Europa konzertiert. Das Goethe - Institut lud zu Tourneen nach Nah- und Fernost und den USA ein. Zahlreiche CDs liegen vor, sind von der Kritik enthusiastisch begrüsst worden.
Alle CDs sind im Handel erhältlich.
Im Folgenden finden Sie eine kleine Auflistung bestehender Programmvorschläge des Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr. Ferner gelten die unter "Produktionen" gelisteten früheren Konzerte weiter als Basis für aktuelle Vorschläge.
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Ihre Anfrage · Adresse
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E-Mail Newsletter des Ensemble <belcanto>
Das Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr formuliert als Vorschlag für 2008 eine Liste mit Werken von Wolfgang Rihm, Claudio Ambrosini, Konrad Boehmer, Arthur Vincent Lourié, Sergej Newski und Dieter Schnebel. Uraufführungen zweier jüngerer Komponisten zur Ergänzung sind angefragt.
Wolfgang Rihm (1952): Séraphin - Stimmen (1996)
für 6 Sängerinnen und claves
18 Minuten, für <belcanto> geschrieben, Universal Edition, CD-Aufnahme
Uraufführung 1996 Tokio
"Ein archaisches und kraftvolles, gleichzeitig sehr sängerisches Werk."
Claudio Ambrosini (1948): Soliloquy II (2004)
per quattro voci di donna, sole
Testo di Sylvia Plath
12 Minuten, für <belcanto> geschrieben, Manuskript.
Uraufführung 2005 Erfurt
Konrad Boehmer (1941): CIRCE ET CIRCENSES (2002)
für fünf Sängerinnen mit Perkussion und Klavier
Text: Albert Ostermaier
ca. 25 Minuten, für <belcanto> geschrieben, Tonos (Ein Madrigal)
Uraufführung 2003 Tübingen
"Auf Anregung durch eine Hölderlin-Tagung entstanden: neueste Formen und Ideen"
Arthur Vincent Lourié (1892-1966): La Naissance de la Beauté (1936)
für sieben Soprane und Klavier
nach einem Gedicht von Jules Supervielle
14 Minuten, Carl Fischer NY, CD
Deutsche Erstaufführung 1987 Stuttgart
"das erste Stück für solistische Frauenstimmen, für Primadonnen komponiert."
Sergej Newski (1972): Walpurgisnacht (2007)
für Frauenstimmen nach Johann Wolfgang von Goethe
10 Minuten, für belcanto komponiert, Manuskript,
Uraufführung
(Ein Baustein im aktuellen Projekt des Ensembles, Werke nach Texten von Goethe anzuregen)
Dieter Schnebel (1930): Amazones (1993)
für 5 Sängerinnen
nach Textfragmenten aus Kleist "Pentesilea"
15 Minuten, für <belcanto> geschrieben, Edition Schott, CD
Uraufführung 1993 Oldenburg
Zwei weitere Werke sind für dieses Programm angefragt und werden als Uraufführungen angeboten.
Netto-Spielzeit Gesamtliste: 94 Minuten + 2 neue Werke.
7 Sängerinnen
Flügel ist vom Veranstalter zu stellen, Schlaginstrumente stellt das Ensemble
Das Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr hat folgende Komponistinnen und Komponisten um neue Werke gebeten:
Nikolaus Brass
Wilfried Maria Danner
Violeta Dinescu
Susanne Erding Swiridoff
Ernst Helmuth Flammer
Nikolaus A. Huber
Erik Janson
Ernst-August Klötzke
Pere Pou Llompart
Isabel Mundry
Friedrich Schenker: SPRACH HEIL SCHULE
Art-Oliver Simon
Gerhard Stäbler: Sappho Lieder
Alfred Stenger
Manfred Trojahn
Programmfolgen und Ankündigungstexte einiger früherer Konzerte:
Sonntag 28. Oktober 2007, 19.30 Uhr
Artisjus Hall, Budapest, Ungarn
Frankfurt Tage 2007 in Budapest
<belcanto>-Ensemble Dietburg Spohr singt Werke von Komponisten Frankfurts
PAUSE
<belcanto> - Ensemble Dietburg Spohr
Andrea Baader – Sopran
Edith Murašova – Sopran
Rica Rauch – Alt
Martina Scharstein – Sopran
Dietburg Spohr – Mezzosopran
Gerhard R. Koch
Frankfurt am Main: Die Stücke dieses Programms haben in gleich mehrfacher Weise mit der Stadt zu tun. Zunächst einmal mit ihrem weltweit berühmtesten Sohn, dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe, dessen Werke schon seit Mozart ("Das Veilchen") und bis heute unablässig die Komponisten angeregt haben - die Gedichte wie der "Faust". "Goethe und die Musik": ein unerschöpfliches Thema - vielleicht gerade, weil Goethe selber keine übermäßige Neigung zur Musik hatte. Womöglich hatte dies sogar mit Frankfurt selber zu tun, als Bürger- und Handelsstadt eher nüchtern, keine barocke Pracht-Residenz wie München, Dresden oder Wien. Doch auch wenn Frankfurt mit diesen als Musikzentrum nicht konkurrieren kann, so hat die Main-Metropole doch stets wichtige Musiker angezogen, beginnend immerhin mit Telemann. Und nicht wenige bedeutende Komponisten stammen aus Frankfurt oder lebten und leben hier. Die Musikhochschule, der Hessische Rundfunk und die Nähe zu den Internationalen Darmstädter Ferienkursen, einst "Mekka der Avantgarde", haben in der traditionellen weltoffenen der Messestadt die Förderung des Neuen begünstigt. Unzählige Ur- und deutsche Erstaufführungen fanden denn auch hier statt. Und keineswegs zufällig war Frankfurt stets auch die deutsche Jazz-Hauptstadt.
So zog es auch den katalanischen Komponisten Pere Pou Lompart (1963 auf Mallorca geboren) 2001 an den Main, und auch er geriet in den Bann Goethes: Für die "belcanto"-Sängerinnen vertonte er das Gedicht "An Schwager Kronos". Daß die Hymne auf den rasenden Fluß der Zeit gerade einen Komponisten fasiziniert, ist kein Wunder, ist doch Musik Zeit-Kunst par excellence, und das Wandern, ja Jagen durch Räume davon unabtrennbar. Ein "echter" Frankfurter war nicht zuletzt der Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno (1903-1969), Vaterfigur der "Frankfurter Schule" und "Kritischen Theorie", von dem immense Einflüsse ausgegangen sind, und der vor allem als Musikästhetiker Generationen im Sinne des radikal Neuen geprägt hat. Doch war er nicht nur Wortführer der Avantgarde, sondern auch selber Komponist. Der Schüler Alban Bergs stand in seinem schmalen Oeuvre der Schönberg-Schule nahe, teilte deren Vorliebe für Vertonungen anspruchsvoller Lyrik. Davon zeugen die drei hochexpressiven Frauenchöre nach Gedichten Theodor Däublers (1923-45), atonal und überschwänglich zugleich. Sie werden hier in ihrer solistischen Variante gesungen.
Aus dem Raum Frankfurt kommt auch Ernst-August Klötzke (Jahrgang1964), der sich Gedichten des englischen "metaphysical poet" John Donne (1572-1631) zuwandte, religiös inspirierten Meditationen, die er fast madrigalhaft subtil in introvertiert-kontemplative Musik übersetzte.
Bert Brecht sprach einmal von der "Einschüchterung durch Klassizität". Der Umgang mit Goethe war gewiß nicht immer frei davon, und mit Klassiker-Kult, Anhimmelung des "Olympiers" kommt man ihm heute erst recht nicht näher. Susanne Erding-Swiridoff (geb. 1955) weiß dies zur Genüge, und mit ihrem Werk "Topoi Varieté" hat sie nichts Geringeres im Sinn als Goethe in Bewegung zu versetzen, sein Harmonie-Streben bunt zu konterkarieren, keineswegs aber zu karikieren.
Dieter Schnebel, (Jahrgang 1930), einer der wichtigsten deutschen Komponisten der älteren Generation, hat in den siebziger Jahren auch als Religionslehrer in Frankfurt gewirkt. Er selbst fand gerade diese Zeit für seine Entwicklung eminent wichtig. Als er 1933 für "belcanto" seine "Amazones" schrieb, stand dies wohl auch ein wenig im Zeichen der Erinnerung an diese umgemein produktive Phase, die ja auch exemplarisch die des Achtundsechziger-Aufbruchs und-Aufruhrs war - mit Frankfurt als Zentrum. Daß er da auf keinen Goethe-Text zurückgriff, war immerhin verständlich. Heinrich von Kleist hingegen, für den der Weimarer Dichterfürst keinerlei Verständnis hatte, lag ihm schon näher. Denn dessen "Penthesilea" ist heute noch ein krasses Stück über den Geschlechterkampf zwischen dem Griechenhelden Achilles und der Amazonenkönigin - bis hin zum Kannibalismus. Sprache und Musik schwanken zwischen entrückter Schönheit und schier physischer Drastik.
Zur "belcanto"-Ästhetik gehören Grenzerkundungen wie -überschreitungen zwischen Gesang, Sprache, Instrumentenspiel und Theatralik, also auch das Wechselspiel zwischen Komposition und Improvisation, ja ausgesprochener Performance: "proVocation" eben.
Gerhard Rühm (geb. 1930) ist ein Multikünstler: Als Literat gehörte er zur legendären "Wiener Gruppe", zugleich ist er Komponist und Pianist, aber auch Bildender Künstler, Grafiker - ein personifiziertes "Gesamtkunstwerk". Musiksprache und Sprachmusik sind für ihn eins, ebenso striktes Kalkül und verstörende Unregelmäßigkeit. Und bei einer Frankfurter Vernissage eigener Werke agierte er sogar in doppelter Funktion gleichzeitig: Er spielte mit der linken Hand Klavier, während seine rechtshändigen Zeichnungen projiziert wurden. Rühms "Sprechquartette nach deutschen Volksliedern", 1987 für Dietburg Spohr und ihre Sängerinnen entstanden, balancieren haarscharf zwischen Sprache und Musik, operieren nach Art von Abzählreimen mit Solmisations-Silben - und erzeugen einen faszinierenden Schwebezustand zischen pedantischer Planung und unberechenbar erheiterndem Ergebnis.
Wiedergegeben mit Erlaubnis des Autors
Montag, 14. Mai 2007, 19.30 Uhr
Staatstheater Wiesbaden: Foyer, Kassenhalle, Kaiserfahrt
Elektronische Musik und neue Kompositionen für Stimmen von Erik Janson, Nikolaus Brass, Erik Mikael Karlsson, Ernst August Klötzke und Claudio Ambrosini
Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr
musik-theater-werkstatt des Staatstheaters Wiesbaden
Eintritt: EUR 10,- (Einheitspreis)
Tickets ausverkauft.
Programm:
Als Wandelkonzert präsentieren wir an besonderen Orten des Theaters neue elektronische Musik, deren Klangmaterial auf der menschlichen Stimme basiert. Im Wechsel zu den synthetischen Kompositionen von Erik Mikael Karlsson und Ernst August Klötzke interpretiert das Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr Werke, die von ihnen in Auftrag gegeben wurden. In der Musik von Erik Janson, Nikolaus Brass und Claudio Ambrosini bildet sich die gesamte Palette von Klängen ab, die mit der menschlichen Stimme erzeugt werden können. Die jeweiligen architektonischen Umgebungen des Foyers, der Kaiserfahrt und der Kassenhalle des Großen Hauses tun ein Übriges, um diesen Orten eine neue akustische Aura zu verleihen.
mit:
Andrea Baader, Sopran
Martina Scharstein, Sopran
Rica Rauch, Alt
Dietburg Spohr Mezzosopran
Klangregie: Ernst August Klötzke
Das komplette Programmheft wird Interessenten gern per E-Mail zugeschickt (PDF, 21 Seiten, 377 KB): anfragen · Adresse
Mittwoch, 18. April 2007, 20 Uhr
"raum für kultur" im "Gallileo"-Hochhaus
Gallusanlage 7, Frankfurt am Main
Das Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr singt Werke von Theodor W. Adorno, Ernst-August Klötzke, Pere Pou Llompart und Dieter Schnebel.
Programm:
Frankfurt war schon immer eine Stadt der Neuen Musik: Der Hessische Rundfunk, der Einfluß Adornos und die Nähe der Darmstädter Ferienkurse haben die Entwicklung ab 1950 fortgeführt: Dass Adorno auch Komponist war, ist wenig bekannt. Wichtige Komponisten wie Dieter Schnebel haben in Frankfurt gewirkt und gelehrt. Seine für belcanto geschriebenen Amazones belegen seinen Rang als exzeptioneller Vokalkomponist. In Frankfurt leben auch Ernst-August Klötzke und Pere Pou Llompart, an deren Werken für das Ensemble sich ablesen lässt, wie unterschiedlich sich ganz heterogene Texte musikalisch umsetzen lassen.
mit:
Andrea Baader – Sopran
Edith Murasov – Sopran
Rica Rauch – Alt
Martina Scharstein – Sopran
Dietburg Spohr – Mezzosopran
Volker Höh – Gitarre (als Gast)
Einführung: Gerhard R. Koch
Konzert zum Jubiläum: 20 Jahre <belcanto>
Alte Kapelle Sankt Martin in Kelkheim-Hornau
Rotlintallee
Samstag, 6. Mai 2006 um 20 Uhr
Das Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr feiert im Jahr 2006 in Frankfurt am Main sein 20jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß bieten die Sängerinnen sowohl einen Rückblick auf wichtige Werke des Repertoires als auch neueste Kompositionen.
Pause
Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr:
Andrea Baader
Rica Rauch
Martina Scharstein
Dietburg Spohr
Gedenkkonzert für die Komponistin
Silvia Leonor Alvarez de la Fuente
geboren am 18.03.1953 in Buenos Aires / Argentinien
gestorben zwischen dem 22. und 26.04.2004 in Eßlingen am Neckar
Eßlingen am Neckar
Münster Sankt Paul
Sonntag, 19. März 2006, 17 Uhr
Einführung zum Programm: Gerhard R. Koch, FAZ
Gedanken: Pastoralreferent Josef Birk
Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr:
Andrea Baader, Sopran
Rica Rauch, Alt
Dietburg Spohr, Mezzosopran
Madrigale und Messefragmente
Konzert des Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr mit Klangskulpturen des Bildhauers Günther Oellers, Linz am Rhein.
Sonntag, 13. November 2005, 17 Uhr
Alte Kapelle St. Martin / Rotlintallee, Kelkheim-Hornau
Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr
Veranstaltung der Kulturgemeinde Kelkheim e.V.
http://www.kulturgemeinde-kelkheim.de/
Im Rahmen der Tage Alter Musik Kelkheim 2005
Tickets zu EUR 15,- / 13,-
Freitag, 30. September 2005, 20 Uhr
Remise Bludenz, Bludenz, Vorarlberg, Österreich
Exemplarische Blicke auf gut 1000 Jahre Musikgeschichte.
Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr:
Veranstaltung des Verein allerArt. Tickets zu EUR 15,- / 13,- / 10,-
Das Frankfurter Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr nimmt das Motto ihres Programmes "die Jahrhunderte umfassend" zum Anlass für exemplarische Blicke auf gut 1000 Jahre Musikgeschichte. Für den Anfang steht der erste Zyklus in der Musik "Ordo virtutum" der deutschen Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179), jüngstes Werk ist "Ariel's Songs" des römischen Komponisten Luca Lombardi, 2003 im Auftrag des Ensembles entstanden. Für die historische Dimension stehen ein Madrigal von Claudio Montverdi und "Laudi alla Vergine Maria" von Giuseppe Verdi. Die surreal zerrissene Moderne erscheint in "Nova Mob" von Olga Neuwirth, der renommiertesten österreichischen Komponistin, und im ritualhaften "Séraphin Stimmen" des wichtigsten deutschen Komponisten seiner Generation, Wolfgang Rihm. Vokales Todestheater ertönt in ebenfalls für das Ensemble geschriebenen Stücken der Argentinierin Silvia Leonor Alvarez de la Fuente und des Venezianers Claudio Ambrosini.
Montag, 27. September 2004, 19.30 Uhr
Kunstkabinett Usedom, Galerie in Benz
Usedomer Musikfestival
http://www.usedomer-musikfestival.de/
Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr
Moderation: Gerhard R. Koch
Kartenpreis: 24 / 18 Euro
Hildegard von Bingen (1098-1179): Ordo Virtutum
"Das Spiel der Kräfte"
Neue Fassung des Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr
Diese Fassung ist derzeit nicht im Repertoire der GEMA
Inhalt dieses Dokuments:
Die neue Fassung wurde im Jahr 2002 gefördert durch:
Frankfurter Stiftung: maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst
http://www.maecenia-frankfurt.de/
Das Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr bereitet die Notenausgabe vor, die vom furore Verlag gestaltet werden wird.
Furore Verlag, Kassel
http://www.furore-verlag.de/
Das Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr plant die Aufnahme einer
CD mit dieser von Grund auf neuartigen Version, in der Archaisches und Modernes miteinander dialogisieren. Geplant ist eine Gesamtaufnahme des Ordo Virtutum (ungefähr 140 Minuten Dauer) auf zwei CDs, oder eine verkürzte Einzel-CD (70 Minuten) mit den schönsten und wichtigsten Solos, Ensembles und Chören.
Interpreten der CD sind die <belcanto>-Solisten:
Sowie drei Mädchenstimmen
Jeweils verschiedene Versionen und Zusammenstellungen von Liedern.
Hildegard von Bingen komponiert für <belcanto>? Finden oder suchen wir authentisches Klangerleben? Wir erfahren die große Komponistin ihrer Zeit als Schöpferin neuester vokaler Kunstfertigkeit. Sie ist Seherin und wissend. "Ordo Virtutum" gilt als der erste abgeschlossenen Zyklus der Musikgeschichte. Komponiert von einer Äbtissin, Naturwissenschaftlerin, Ärztin... Vorausschauend in das nächste Jahrtausend erleben wir die alten Klänge. Sängerische Interpretation wandelt Das "Spiel der Kräfte" in immer andere Formen und Farben. Eine ungeahnte Vielfalt unerwarteter Ideen zeigt uns Hildegard von Bingen als Komponistin auch unserer Zeit. Die Urfassung der <belcanto> - Version lebt und wird verändert. Die Version für ein Konzert wird immer wieder neu erarbeitet: Die Stimmen wechseln, die Anzahl der Sängerinnen wird neu disponiert. Raumklang, Verstärkungstechnik oder Licht werden mit einbezogen. Die Konzertversion bringt die Einführung einer Gegenüberstellung: Die Fragen stellenden und das Werk vorantreibenden Kräfte entwickeln und entfalten die Kompositionen, manchmal auch explodieren sie. Sprache wird zur Sprachlosigkeit. Klang entwickelt sich zu Schmerz. Verzweifelter Sieg und dämmernde Gerechtigkeit. Glückliche Seelen schlafen ein. Die Demut erliegt dem Teufel. Die Keuschheit sucht Halt im Rhythmus. Die Patriarchen schlafen. "proVocation": Unser Medium Stimme spiegelt sich in dieser alten und auch zeitgenössischen Komposition. Die menschliche Stimme wird erfahrbar als ein Organ zwischen Wort und Ton. Wir sehen ein Spiegelbild der Stimme. Wir hören einen kompositorischen und interpretatorischen Weg zeitgenössischer Stimmkunst. Wir spüren die fast vergessenen Formen dieses uralten, berühmten Werkes der Hildegard von Bingen: Mittelalterliche Komposition und Gesangskunst - provokativ schon in ihrer Zeit. Hildegard von Bingen: Geboren 1098. Gestorben am 17. September 1179 auf dem Rupertsberg bei Bingen.
Dietburg Spohr, Frankfurt am Main, Mai 2005
Ensemble <belcanto> in der Klosterruine Disibodenberg: Foto: privatSamstag, 27. August 2005, 20 Uhr
Klosterruine Disibodenberg
Odernheim bei Bad Kreuznach
Hildegard von Bingen (1098-1179): Ordo Virtutum
"Das Spiel der Kräfte"
Uraufführung der neuen Fassung
Zarte, engelsgleiche Töne erklingen vor eindrucksvoller Kulisse: Das in Frankfurt am Main ansässige Ensemble <belcanto> singt das Ordo Virtutum der Hildegard von Bingen. Dieser mystische Abend in dem Kloster, in dem die visionäre Hildegard 40 Jahre lang lebte und arbeitete, feiert das herausragende Werk dieser Heldin des Mittelalters — der ersten Frau, die mit ihrem Einfluss, ihrem Wissen und ihrer Heilkunst selbst den Papst beeindruckte.
Neue Fassung im Jahr 2002 gefördert durch:
Frankfurter Stiftung: maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst
http://www.maecenia-frankfurt.de/
Diese Fassung ist derzeit nicht im Repertoire der GEMA.
Musik ca. 75 Minuten
Ensemble <belcanto> Dietburg Spohr
Veranstaltung des Nahe-Festivals:
http://www.star-entertainment.org/nahe/
Veranstaltung ausverkauft. Tickets zu EUR 39,- / 29,- / 25,-
<belcanto> singt seit Jahren diesen berühmten Zyklus der Musikgeschichte. Die ursprünglich einstimmigen Gesänge werden in immer neuen Varianten und Formen, die sich auch am Raum des Konzertes orientieren, dargeboten. Das Gesamtkonzept beinhaltet musiktheatralische Ideen und Raum-Konzepte. Am Ort des Konzertes wird eine zu Raum und Zeit passende Version vorgestellt. Im Konzert auf dem Disibodenberg kommt eine musikalische Neubearbeitung - der Klosterruine entsprechend - zur Aufführung. Die Frankfurter Stiftung maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst fördert das Ensemble <belcanto>, um die auch in diesem Konzert zur Aufführung kommende mehrstimmige Bearbeitung des Werkes zu entwickeln und letztlich damit neue Literatur für Chöre und kleinere Ensembles zu schaffen.
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